Rettungshundearbeit im DRK Ortsverein Porz e.V.
Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams
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Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams in Höchstadt a. d. Aisch
Am letzten Juli-Wochenende machte sich eine kleine Gruppe unserer Kölner Rettungs-hundestaffel auf den Weg nach Höchstadt an der Aisch bei Erlangen, um dort am Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams teilzunehmen. Zu der Veranstaltung hatte die BRK- Rettungshundestaffel Erlangen-Höchstadt in Zusammenarbeit mit der SV-Ortsgruppe Höchstadt an der Aisch eingeladen.
Die Veranstaltung begann am Freitagabend mit einer Begrüßungsrunde der Teilnehmer, im Anschluss wurde über den geplanten Ablauf der nächsten eineinhalb Tage berichtet, bevor es dann zum gemütlichen Teil des Abends überging.
Am Samstagmorgen trafen sich alle TeilnehmerInnen um 8.00 Uhr am Hundeplatz des SVs. Einige Teilnehmer hatten auf dem Platz des SV gezeltet, andere übernachteten in einem nicht weit entfernt gelegenen Hotel.
Es wurden Gruppen in die zuvor gemeldeten Suchsparten Mantrail-, Flächen- und Trümmer- suche eingeteilt.
Anschließend fuhr jede Gruppe in Konvois zu den vorgesehen Suchgebieten. Wir hatten uns für die Flächensuche angemeldet und fuhren in ein sehr interessantes, aber nicht einfaches Suchgebiet. Die Schwierigkeit hier war, dass es sich bei diesem Waldgebiet um einen kleinen Talkessel handelte, in dem kaum Windbewegung war. So mussten sich die Hunde die Witterung der fremden Versteckpersonen im Gelände erarbeiten. Die anspruchsvolle Suchaufgabe wurde von unseren RH-Teams bestens gemeistert.
Zur Mittagspause fuhren wir zurück zum SV-Platz. Am Nachmittag stand die Gerätearbeit auf dem Programm. Eine Gruppe nutzte die auf dem Gelände vorhandenen Geräte, die andere Gruppe erstellte sich aus vorhandenen Mitteln einen eigenen Parcours – hier war der Kreativität keine Grenze gesetzt. Nach einer Weile wurden die Parcours und Aufgaben getauscht. Nach der Gerätearbeit gab es eine Pause für die Hundeführer und Hunde, bevor es um 21.30 Uhr weiter zur Nachtübung ging.
Am Ort der Nachtübung - der Rhein-Main Kanal - angekommen, legten wir fest, dass unsere drei Hunden, gleichzeitig suchen sollten. Und bald ging es auch schon los. Jessica mit Raven und Hans mit Lana suchten oberhalb des Dammweges und Simone mit Sam suchte die rechte Seite unterhalb des Dammweges einschließlich der dort vorhandenen Büsche. Nach einer Weile musste die Suche allerdings unterbrochen werden, da Erste Hilfe geleistet werden musste. Zwei Personen lagen am Boden – eine bewusstlos, die andere Person lag ebenso am Boden, war aber bei Bewusstsein. Nach der Ablage der Hunde kümmerten sich Jessica und Simone um die verletzten Personen, bevor es dann mit der Suche weiterging. In Folge wurde dann nacheinander gesucht, Sam lief voran und fand eine vermisste Person, danach folgten Raven und Lana – auch sie hatten ebenfalls Erfolg beim Aufspüren einer vermissten Person in der Dunkelheit. Einige Meter weiter, warteten Helfer der DLRG, um das Kölner Trio sowie alle anderen TeilnehmerInnen mit kleinen Booten auf die andere Seite des Ufers – zum Ausgangspunkt - zu schippern, vorher wurden uns Hundeführern noch Schwimmwesten angelegt. Eine sehr schöne Erfahrung für die Hunde!
Am Ausgangspunkt angekommen fuhren alle ziemlich müde, aber zufrieden in ihre Unterkünfte zurück.
Am Sonntagmorgen trafen sich wieder alle TeilnehmerInnen, allerdings etwas später, da die Nacht zuvor etwas länger war und sowohl Hundeführer als auch die Hunde Schlaf und Ruhe brauchten. Um 9.30 Uhr fuhren die einzelnen Gruppen wieder in die Suchgebiete. Unsere Gruppe, fuhr zu einem stillgelegten Wildschweingehege. Dort gab es für die Flächensuche 1000 und 1 Möglichkeiten. Das wechselnde Gelände mit unterschiedlichem Bewuchs sowie die vorhandenen Hütten konnten wir für die verschiedene Suchaufgaben nutzen. Auch hier zeigten unseres RH- Teams wieder eine hervorragende Arbeit. Nachdem alle Hunde in der Gruppe gearbeitet hatten, ging es wieder zurück zum SV-Platz. Nach dem gemeinsames Mittagessen und Verabschiedung von den Teilnehmern traten wir gegen 15 Uhr die Rückfahrt nach Köln an.
Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter, es war ein tolles Wochenende – lehrreich und interessant für alle Beteiligten.
Erfolgreicher Einsatz unseres Rettungshundeteams
Jawohl so soll es sein! Die beste Erfolgskontrolle von Ausbildung und Training ist für ein Rettungshundeteam ein erfolgreicher Realeinsatz. Diese schöne Erfahrung machte am Samstag, 17. Juli 2010 unsere RH-Hundeführerin Petra Hopp mit ihrer Labradorhündin Holly bei einer Vermisstensuche.
Am Vormittag hatten wir bei einem gemeinsamen Training mit den Kollegen des THW Köln und Leverkusen unter Anderem auch das Aufspüren von sitzenden oder liegenden Personen in Kraftfahrzeugen geübt, dies sollte noch am gleichen Tag der Realfall werden.
Die Alarmierung durch die Polizei Hürth erfolgte um 15:14 Uhr mit dem Einsatzstichwort Flächensuche, vermisste männliche Person in Brühl. Der Polizei-Einsatzleiter teilte uns vor Ort bei der Lageeinweisung mit, dass eine suizidgefährdete männliche Person gesucht werde. Das Kraftfahrzeug der vermissten Person, ein weißer VW-Bus ein, werde ebenfalls gesucht.
Nach Zuteilung der Suchgebiete die für die einzelnen Rettungshundeteams durch DRK-Führung, begannen diese mit ihrer Sucharbeit in den angrenzenden Waldgebieten.
Nach ca. 28 Minuten Suchzeit hörte Petra das “schrille“ Bellen ihrer Holly, nach der Lagefeststellung, meldete das RH-Team Petra Hopp das Auffinden der gesuchten Person. Mitten im Wald befand sich der ansprechbare Gesuchte in seinem VW-Bus sitzend, als Erstmaßnahme wurde er von Petra und Wolfgang Hopp betreut. Der vor Ort befindliche DRK-Notarzt übernahm anschließend sofort die Versorgung des Betroffenen, sowie die Übergabe an den örtlichen Rettungsdienst.
Alle Staffelmitglieder freuen sich mit Petra und Wolfgang Hopp über den schönen Erfolg und sind sehr stolz über die ausgezeichnete Teamleistung. Zeigte sich wieder einmal, gute Ausbildung und Training lohnt sich. Bis zum nächsten Training mit frischem Elan und Freude oder bis zum nächsten – hoffentlich erfolgreichen – Einsatz unserer Rettungshundestaffel.
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