Aktionen im vergangenen Jahr

Rettungshunde im TV

Am Samstag, 7.01.2012 um 21:15 Uhr ist Rettungshundestaffel des DRK -Köln zusammen mit den Helfern des Malteser Hilfsdienstes (MHD) und dem Technischen Hilfswerk (THW) in der Hundeshow von Martin Rütter (bei RTL) zu sehen.
Bloody Malti, eine Verletztendarstellergruppe hatte bei einer Fernsehproduktion im Auftrag des Deutschen Senders mit uns zusammen auf dem Übungsgelände des Katastrophenschutzes eine gemeinsame Übung inszeniert.
Mehrere „Schwerverletzte“ (präpariert von der Gruppe Bloody Malti) wurden auf dem Trümmergelände versteckt.
Die DRK Rettungshundestaffel übernahm die Suche in dem unwegsamen Trümmergelände. Nachdem erfolgreich gefunden wurde, konnten die Personen für die Rettung an das THW, und schlussendlich für die notfallmedizinische Erstversorgung an die Malteser übergeben werden.
Die Helfer wurden als Studiogäste in die Show eingeladen.
Sendetermine:
7.01.2012 um 21:15 Uhr bei RTL sein. Wiederholung erfolgt am Sonntag den 8.01.2012 um 11:20 Uhr.

Gebäudeexplosion in Brühl

Vielen Dank an unsere Lebensretter!

Am Samstag, 11.12.2010 gegen 19:00 Uhr erfolgte eine Einsatzalarmierung zur Trümmersuche. Sofort fuhren wir unseren Sammelpunkt in Porz-Lind an. Dort erhielten wir folgende ersten Einsatzinformationen: in Brühl, Pingsdorfer Straße 131 war um 18:31 Uhr eine Doppelhaushälfte eingestürzt, wobei möglicherweise 5-7 Personen verschüttet worden sein könnten.

Gebäudeeinsturz in Brühl

Gedanken zu meinem Einsatz beim Gebäudeeinsturz in Brühl
von Iris Nussbaum

Das Telefon klingelt. Alarmierung - Einsatz für die Rettungshundestaffel!

Der verdiente Feierabend - was soll´s. Die altersgemäß nicht zu unterschätzende Nachtruhe - früher ging´s doch auch. Wichtige Erledigungen - werden aufgeschoben.
Einladungen - werden, wenn möglich, abgesagt.

In die "roten" Klamotten springen, die Hunde werden unruhig, Taschen abklopfen –
hab ich alles? Auf geht´s, wir suchen Menschen, die unter Trümmer verschüttet sind.
Nein, wir haben keine Profilneurose und leiden auch nicht am Helfersyndrom. Nach diesem Einsatz verstummen hoffentlich für einige Zeit wieder die mitleidigen Kommentare der Bekannten und Kollegen, ob man wohl nichts Besseres in seiner Freizeit zu tun hätte.

Ich persönlich finde in der Rettungshundearbeit die Bestätigung, die in der Arbeitswelt irgendwie verloren gegangen ist. Die Wertschätzung der Staffelkollegen generell und die der anderen Einsatzkräfte, entschädigt für manche verlorene Stunde Schlaf.

Mein ganz besonderes Erlebnis in Brühl war der völlig eingestaubte Feuerwehrmann, die Staubmaske noch unter seinem Kinn, der mit seinen bloßen Händen nach dem geretteten Jungen gegraben hatte, uns aber freudestrahlend dankte und die Hunde „Helden“ nannte.

Toll war auch mein Arbeitgeber, der mich kurzfristig vom Dienst freistellte. Danke auch den vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern, die uns mit warmem Essen und Kaffee versorgten.

Danke unseren Ausbildern, die Mich und meinen Hund unter geduldiger Anleitung in vielen Aus-und Fortbildung Stunden als Rettungshundeteam dahin gebracht haben, wo wir heute stehen.

Danke meinem Hund, der dieses Erlebnis unvergessen macht.


Verschüttetensuche

Wegen der Dringlichkeit wurde der Einsatzort mit Sonder- und Wegerechten angefahren. Vor Ort bestätigte sich der Teileinsturz einer dreigeschossigen Doppelhaushälfte. Die Trümmerschadenslage wurde von der Einsatzleitung der Feuerwehr als sehr kritisch, d.h. als einsturzgefährdet angesehen.

Unser Einsatzführer der Rettungshunde Gerd Buch verschaffte sich bei der Einsatzleitung einen Gesamtüberblick mit folgender Lage: Die verbliebenen Gebäudeteile waren äußerst instabil und einsturzgefährdet. Sie bildeten mit den verbliebenen Wänden und Decken einen weiträumigen Trümmerschatten, der ein Begehen des Trümmerkegels durch unsere Hundeführer ausschloss. Die Anzahl der Vermissten hatte sich auf zwei Kinder und zwei Erwachsene konkretisiert. Die Suchmaßnahmen unserer Rettungshundeteams erfolgten dann in Absprache mit der Einsatzleitung der Feuerwehr.

Wenige Minuten nach dem Eintreffen vor Ort begannen das RH-Team Tom Schmutzer mit seiner Hündin Roberta mit der Suche auf dem Trümmerkegel. Schnell verwies Roberta durch Bellen eine Stelle im mittleren Trümmerkegel. Dies zeigte uns, dass der Hund hier menschlichen Geruch wahrgenommen hatte. Zur Absicherung dieser Anzeige setzte Iris Nußbaum ihre Hündin Lilla ebenfalls zur Suche an. Nach kurzem Absuchen des Trümmerfeldes verwies auch Lilla die gleiche Stelle durch lautes Bellen, damit stand für uns eindeutig fest, dass hier menschlicher Geruch vorhanden war.

Aufgrund dieser Information begann die Feuerwehr mit der Hand mit dem Abtragen der dortigen Trümmer. Darunter befand sich ein verschütteter 12- jähriger Junge, der, wie sich später herausstellte, nur leicht verletzt war und vom örtlichen Rettungsdienst in die Uniklinik gebracht wurde. Der Junge bestätigte auch, dass sich noch drei weitere Personen im Gebäude befunden haben.

Unsere Hunde hatten bei den weiteren Suchen leider keine Feststellungen mehr. Ein weiteres Abtragen der Trümmer mit der Hand war für die Einsatzkräfte wegen der Einsturzgefahr ein zu großes Risiko, daher entschied die Einsatzleitung der Feuerwehr, die Trümmer mittels eines Baggers abzutragen. In bestimmten Zeitabständen durchsuchten die Hunde erneut den Trümmerkegel, allerdings ohne Feststellungen. Erfolglos blieben auch die Ortungsmaßnahmen des THW und der Feuerwehr. Gerne hätten wir den Einsatz als erfolgreich abgeschlossen, jedoch wurde am Sonntagvormittag dann zunächst eine weibliche verschüttete Person und im Laufe des Tages in deren Nähe die übrigen Verschütteten in einem tiefer gelegenen Teil des Gebäudes (eingestürzter Keller) gefunden. Nach Meinung des Notarztes waren diese Personen wohl sofort bei der Explosion getötet worden.

Wir danken unseren Rotkreuz Kameraden des KV DRK Rhein-Erft, der DRK-RHS Aachen sowie der DRK-RHS Rhein-Sieg für die gute Zusammenarbeit. Desweiteren danken wir den Einsatzkräften der Feuerwehr, des THW und der Polizei für ihre freundliche Unterstützung.

Sicherlich kann man feststellen, dass der gerettete Junge sein Leben unseren beiden Rettungshundeteams Iris Nußbaum mit Lilla und Tom Schmutzer mit Roberta zu verdanken hat.

Pressebericherstattung im EXPRESS

Fotos vom Einsatz     

Wintertraining -Impressionen

 
 
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Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams

Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams in Höchstadt a. d. Aisch

Am letzten Juli-Wochenende machte sich eine kleine Gruppe unserer Kölner Rettungs-hundestaffel auf den Weg nach Höchstadt an der Aisch bei Erlangen, um dort am Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams teilzunehmen. Zu der Veranstaltung hatte die BRK- Rettungshundestaffel Erlangen-Höchstadt in Zusammenarbeit mit der SV-Ortsgruppe Höchstadt an der Aisch eingeladen.

Die Veranstaltung begann am Freitagabend mit einer Begrüßungsrunde der Teilnehmer, im Anschluss wurde über den geplanten Ablauf der nächsten eineinhalb Tage berichtet, bevor es dann zum gemütlichen Teil des Abends überging.

Am Samstagmorgen trafen sich alle TeilnehmerInnen um 8.00 Uhr am Hundeplatz des SVs. Einige Teilnehmer hatten auf dem Platz des SV gezeltet, andere übernachteten in einem nicht weit entfernt gelegenen Hotel.

Es wurden Gruppen in die zuvor gemeldeten Suchsparten Mantrail-, Flächen- und Trümmer- suche eingeteilt.

Anschließend fuhr jede Gruppe in Konvois zu den vorgesehen Suchgebieten. Wir hatten uns für die Flächensuche angemeldet und fuhren in ein sehr interessantes, aber nicht einfaches Suchgebiet. Die Schwierigkeit hier war, dass es sich bei diesem Waldgebiet um einen kleinen Talkessel handelte, in dem kaum Windbewegung war. So mussten sich die Hunde die Witterung der fremden Versteckpersonen im Gelände erarbeiten. Die anspruchsvolle Suchaufgabe wurde von unseren RH-Teams bestens gemeistert.

Zur Mittagspause fuhren wir zurück zum SV-Platz. Am Nachmittag stand die Gerätearbeit auf dem Programm. Eine Gruppe nutzte die auf dem Gelände vorhandenen Geräte, die andere Gruppe erstellte sich aus vorhandenen Mitteln einen eigenen Parcours – hier war der Kreativität keine Grenze gesetzt. Nach einer Weile wurden die Parcours und Aufgaben getauscht. Nach der Gerätearbeit gab es eine Pause für die Hundeführer und Hunde, bevor es um 21.30 Uhr weiter zur Nachtübung ging.

Am Ort der Nachtübung - der Rhein-Main Kanal - angekommen, legten wir fest, dass unsere drei Hunden, gleichzeitig suchen sollten. Und bald ging es auch schon los. Jessica mit Raven und Hans mit Lana suchten oberhalb des Dammweges und Simone mit Sam suchte die rechte Seite unterhalb des Dammweges einschließlich der dort vorhandenen Büsche. Nach einer Weile musste die Suche allerdings unterbrochen werden, da Erste Hilfe geleistet werden musste. Zwei Personen lagen am Boden – eine bewusstlos, die andere Person lag ebenso am Boden, war aber bei Bewusstsein. Nach der Ablage der Hunde kümmerten sich Jessica und Simone um die verletzten Personen, bevor es dann mit der Suche weiterging. In Folge wurde dann nacheinander gesucht, Sam lief voran und fand eine vermisste Person, danach folgten Raven und Lana – auch sie hatten ebenfalls Erfolg beim Aufspüren einer vermissten Person in der Dunkelheit. Einige Meter weiter, warteten Helfer der DLRG, um das Kölner Trio sowie alle anderen TeilnehmerInnen mit kleinen Booten auf die andere Seite des Ufers – zum Ausgangspunkt - zu schippern, vorher wurden uns Hundeführern noch Schwimmwesten angelegt. Eine sehr schöne Erfahrung für die Hunde!

Am Ausgangspunkt angekommen fuhren alle ziemlich müde, aber zufrieden in ihre Unterkünfte zurück.

Am Sonntagmorgen trafen sich wieder alle TeilnehmerInnen, allerdings etwas später, da die Nacht zuvor etwas länger war und sowohl Hundeführer als auch die Hunde Schlaf und Ruhe brauchten. Um 9.30 Uhr fuhren die einzelnen Gruppen wieder in die Suchgebiete. Unsere Gruppe, fuhr zu einem stillgelegten Wildschweingehege. Dort gab es für die Flächensuche 1000 und 1 Möglichkeiten. Das wechselnde Gelände mit unterschiedlichem Bewuchs sowie die vorhandenen Hütten konnten wir für die verschiedene Suchaufgaben nutzen. Auch hier zeigten unseres RH- Teams wieder eine hervorragende Arbeit. Nachdem alle Hunde in der Gruppe gearbeitet hatten, ging es wieder zurück zum SV-Platz. Nach dem gemeinsames Mittagessen und Verabschiedung von den Teilnehmern traten wir gegen 15 Uhr die Rückfahrt nach Köln an.

Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter, es war ein tolles Wochenende – lehrreich und interessant für alle Beteiligten.

Erfolgreicher Einsatz unseres Rettungshundeteams

Jawohl so soll es sein! Die beste Erfolgskontrolle von Ausbildung und Training ist für ein Rettungshundeteam ein erfolgreicher Realeinsatz. Diese schöne Erfahrung machte am Samstag, 17. Juli 2010 unsere RH-Hundeführerin Petra Hopp mit ihrer Labradorhündin Holly bei einer Vermisstensuche.
Am Vormittag hatten wir bei einem gemeinsamen Training mit den Kollegen des THW Köln und Leverkusen unter Anderem auch das Aufspüren von sitzenden oder liegenden Personen in Kraftfahrzeugen geübt, dies sollte noch am gleichen Tag der Realfall werden.

Die Alarmierung durch die Polizei Hürth erfolgte um 15:14 Uhr mit dem Einsatzstichwort Flächensuche, vermisste männliche Person in Brühl. Der Polizei-Einsatzleiter teilte uns vor Ort bei der Lageeinweisung mit, dass eine suizidgefährdete männliche Person gesucht werde. Das Kraftfahrzeug der vermissten Person, ein weißer VW-Bus ein, werde ebenfalls gesucht.
Nach Zuteilung der Suchgebiete die für die einzelnen Rettungshundeteams durch DRK-Führung, begannen diese mit ihrer Sucharbeit in den angrenzenden Waldgebieten.

Nach ca. 28 Minuten Suchzeit hörte Petra das “schrille“ Bellen ihrer Holly, nach der Lagefeststellung, meldete das RH-Team Petra Hopp das Auffinden der gesuchten Person. Mitten im Wald befand sich der ansprechbare Gesuchte in seinem VW-Bus sitzend, als Erstmaßnahme wurde er von Petra und Wolfgang Hopp betreut. Der vor Ort befindliche DRK-Notarzt übernahm anschließend sofort die Versorgung des Betroffenen, sowie die Übergabe an den örtlichen Rettungsdienst.

Alle Staffelmitglieder freuen sich mit Petra und Wolfgang Hopp über den schönen Erfolg und sind sehr stolz über die ausgezeichnete Teamleistung. Zeigte sich wieder einmal, gute Ausbildung und Training lohnt sich. Bis zum nächsten Training mit frischem Elan und Freude oder bis zum nächsten – hoffentlich erfolgreichen – Einsatz unserer Rettungshundestaffel.

Artikel in der Kölnischen Rundschau

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Mit freundlicher Genehmigung der Kölnischen Rundschau Rheinland

Staffelfahrt nach Greten Venn: 16. – 21. Oktober


Lancelot: "Du, Sam, sag mal, bist Du auch so müde?"
Sam: "Hm,…müde? Gar kein Ausdruck. So etwas nennen die Urlaub, Staffelfahrt, Lehrgang, Weiterbildung,… von allem etwas."
Lancelot: "Fünf Tage – und alle auf einem Haufen…"
Sam: "Und auch noch Besuch aus dem Saarland. Wir berichten Euch aber jetzt mal der Reihe nach – Powertraining – unsere Chefs sagen dazu Staffelfahrt".
Lancelot: "Sam, habe ich Dir schon erzählt, dass wir Freitag abgeholt worden sind? Unsere Freunde Elly, Lotta und Raven waren auch dabei. Ich habe erstmal allen unseren Garten gezeigt und das Dammwild. Und dann ging's los:
gerade als mein Bettchen ins Auto geladen wurde, kam der RHS-Alarm. Wir haben alle gedacht, es sei ein Scherz, doch es war tierisch ernst.
Nach kurzer Abstimmung haben wir uns alle an unserem Treffpunkt eingefunden. Und dann – Ihr werdet es nicht glauben – wurde der Einsatz abgebrochen. Schade, ich konnte somit nicht suchen, aber nun, wir wollten ja auch in den Urlaub fahren. Ja, und dann – nach einer mehrstündigen, langweiligen Autofahrt – kamen wir endlich an: Greten Venn stand auf dem Schild – ich hab's genau gesehen. Erstmal haben unsere Chefs alle zusammen das Gerüst aufgebaut und dann durften wir es auch schon mal ausprobieren. Ganz ordentlich sollten wir darüber laufen, aber ich bin – wie fast immer – über das Gerüst geflogen. Hm, daher hab ich's nicht so ordentlich hinbekommen, ich kaspere eben gerne herum – nicht umsonst nennt man mich den Clown der Staffel. Aber Sam, das musst Du Dir nicht abgucken, hörst Du? Für uns Einzelkinder ist die Übernachtung in einer Großraumvilla – grins – umgebaute Scheune aus dem Jahre 1783 – mit insgesamt neun Hunden schon eine echte Herausforderung und mal ordentlich aufregend. Aber alles in allem war es eine super super tolle Erfahrung.
Unsere Tage begannen hier immer mit ausgedehnten Spaziergängen und dann kam das Schlimmste: ich musste Frühstücken!"
Sam: "Frühstücken? Ist doch super…"
Lancelot: "Für Dich vielleicht, aber doch nicht für mich! Aber dann wurde jeder Tag richtig toll: Gefilmte Gehorsamsübungen, kurze Motivationssuchen – dazwischen immer wieder Zeit zum Entspannen, Schlafen und Spielen.
Abends mussten unsere Chefs dann die gefilmten Gehorsamsübungen analysieren, um aus den Fehlern zu lernen – sehr lehrreich!! Auch wurde die Gerüstarbeit gefilmt und ebenso analysiert. Am letzten Tag ging es dann u.a. endlich in unser beliebtestes Spiel: das große Versteckspiel – unsere Chefs sagen dazu: die Flächensuche! Das war toll. Obwohl mir der Guido ständig in der Nase herumgepopelt hat, habe ich mich nicht ablenken lassen. Und, wie war's bei Dir, Sam?"
Sam: "Bei mir war es auch ganz, ganz super. Erst hat Guido angereizt und ich dann hinterher. Das war so spaßig, dass ich Guido nach dem Verweis mit samt dem Spielzeug aus dem Busch ziehen wollte, doch Guido war stärker als ich.
Und die Petra habe ich ganz alleine, ohne Reizlage aufgespürt."
Lancelot: "Boah, Du machst echt Fortschritte mein Kleiner!"
Sam: "Hm, danach war ich aber auch ganz kaputt und deshalb wäre ich dann später bald vom Gerüst gepurzelt, aber meine Chefin und alle Kolleginnen und Kollegen passen immer gut auf."
Lancelot: "Ja, ja, lieber Sam; das ist doch gar nicht schlimm. An all die Herausforderungen gewöhnst Du Dich mit der Zeit."
Sam: "Da wirst Du als geprüfter Rettungshund, mein lieber Lancelot, wohl Recht haben."
Lancelot: "Hm. Aber sag mal, sollen wir jetzt mal schlafen? Morgen wird unser letzter Tag sein und dieser wird auch noch mal anstrengend: Sachen packen, Training bis zur Mittagszeit und dann haben wir noch die Heimreise vor uns."
Sam: "Heimreise? Meine Chefin und ich bleiben noch etwas hier in der Gegend bei Oma und Opa und machen etwas Urlaub und dann fahren wir am Freitag nach Hause. Aber gut, dann lass' uns schnell die Knopfaugen zu machen und schlafen. Und dann werde ich heute Nacht bestimmt wieder meinen Traum haben, ein großer Rettungshund zu werden."
Lancelot: "Hm, das wirst Du bestimmt! Gute Nacht, mein Kleiner!"
Sam: "Gute Nacht mein großer Freund Lancelot……"

Rettungshundeteams für Erdbebenopfer

Angesichts des verheerenden Erdbebens in Haiti stellt sich auch in Deutschland die Frage, ob wir mit Rettungshundeteams, die speziell für die Suche von Verschütteten ausgebildet wurden, helfen können. Um Verschüttete nach einem Erdbeben noch lebend auffinden zu können, sollten Rettungshundeteams innerhalb von 36 Stunden vor Ort sein. „Danach wird es kritisch“, weiß Hans Dieter Vey, Leiter Rettungshundewesen im DRK-Landesverband Nordrhein. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat deshalb vor allem Rettungshundeteams aus den USA und anderen benachbarten Länden nach Haiti geschickt. „Aufgrund der geografischen Nähe waren sie schnell vor Ort. Sie sind bereits in vollem Einsatz.“

- Berichterstattung bei der ZDF-Sendung "Volle Kanne"

- Lesen Sie dazu die Information des DRK-Landesverband Nordrhein.

- Sehen Sie dazu auch den Bericht in der WDR-Lokalzeit

Rettungshundeprüfung April 2009

Rettungshundeplakette

Hallo liebe Freunde,

hier bin ich wieder, Euer Lancelot, geprüfter Rettungshund (nach GemPPO oder wie das jetzt heißt) bzw. geprüftes Rettungshundeteam, meine Chefin brauche ich ja auch noch für diesen Job.

Ich will Euch berichten, für Queenie und Holly waren am vergangenen Wochenende schon die 18 Monate seit ihrem letzten Prüfungstermin abgelaufen. Was natürlich kein Problem bei meinen beiden Kolleginnen darstellte, wenn da nicht dieser seltsame Adrenalingeruch ihrer Chefs deutlich zu schnuppern gewesen wäre. Aber davon haben sich die beiden Hundedamen wenig beeindrucken lassen und es klappte wie am Schnürchen, oder soll ich besser sagen wie an der Hundeleine.

Mein Chefin und ich haben die zwei Prüfung-Rettungshundeteams begleitet und auch ein wenig unterstützt, was wir gerne gemacht haben, das sei an dieser Stelle erwähnt. Die beiden Prüferinnen und auch der Prüfungsleiter waren, wie fast immer, suuuuppper lieb und total kompetent. Sie hatten für jedes Prüfungsteam ein nettes Wort und auch meistens kreative Verbesserungsvorschläge und Ratschläge für die nächsten 18 Monate. Ich durfte, weil eine ungerade Anzahl an Prüfungsteilnehmer angetreten war, ein Stück meiner Lieblingsbeschäftigung – die Gehorsamsprüfung vorführen. War ganz gut und hat, wie alle sehen konnten, wieder ganz doll viel Spaß gemacht. So gut wie mein Vorbild Queenie war ich nicht aber – nahezu perfekt. Es gab leider für mich und meinen nächsten Prüfungstermin keine Vorschusslorbeeren.

Nachdem der Spaß auf der großen Wiese in Güdderath vorbei war, fuhren wir ins Suchgelände – ach übrigens, es regnete bereits den ganzen Vormittag, mal mehr mal weniger viel, aber dazu ging ein ganz toller Wind – grins –. Für uns Spürnasen hervorragend.

Wie üblich wurden die Versteckpersonen ins Suchgelände eingebracht und los ging es. Als erste suchte Queenie – einfach super – zum Suchbeginn immer etwas “quietschend,“ daher hat sie auch ihren Namen, aber dann war auch schon die erste Person gefunden, von Dagmar befragt und Erstversorgung, dann geht’s weiter zur zweiten Versteckperson und wieder Befragung und Versorgung, dann plumps, der Stein war weg, der Geruch von Dagmar verbesserte sich merklich – wie Queenie mir später berichtete – und geschafft. Ins Testatheft ein neuer Stempel und ein neuer “TÜV-Aufkleber“ auf die Rettungshunde-Plakette für die nächsten 18 Monate. Aber wie sagt man, nach der Prüfung ist vor der Prüfung. O.k.

Dann war Holly an der Reihe. Einfach toll. Beide Versteckpersonen innerhalb kürzester Zeit gefunden. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und ganz leicht am Horizont strahlte die Sonne, genau so wie Dagmar und Petra nach ihren Prüfungen.

Zur großen Belohnung für uns alle – auch für mitreisende Rettungshunde und Zweithunde – gab es einen schönen Spaziergang. Das war toll. Der Duft der anwesenden Chefinnen war ganz anders als morgens auf der Hinfahrt. Komisch!

Wir, ich Lancelot und meine Chefin, und die ganze Rettungshundestaffel gratulieren unseren beiden Prüflingen und auch allen anderen, die an der Prüfung teilgenommen hatten. Den Rettungshundeteams, bei denen es heute nicht zum bestehen gereicht hat, drücken wir für die nächste Prüfung die Pfoten und wünschen allen einen hervorragenden Frühling, wenige Zecken und sonstige ärgerliche Frühlingsboten und wie immer einen guten und schnellen Schutzengel auf allen Euren Wegen.

Bis demnächst auf dieser Seite.Euer Lancelot

Staffelmitglieder

Flächensucheinsatz in Velbert

Wie so häufig, kam die Einsatzalarmierung für unsere Rettungshundestaffel unerwartet am 01. Mai 2009 um 9:08 Uhr zum Feiertagsfrühstück. Zügig wurde die Fahrzeughalle angefahren, wo sich die Hundeführer mit Hunden sowie Helfer sammelten. Die Einsatzfahrzeuge wurden besetzt und der Einsatzort in die Navigationsgeräte eingeben. Die Einsatzfahrt von ca. 70 km lag vor uns und wurde mit Sonderrechten durchgeführt. Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurden die Helfer den Hundeführer zugeteilt und die Einsatzbereitschaft hergestellt. Der Technische Dienst des DRK-KV Köln hatte bereits mit dem Aufbau zur Einsatzunterstützung begonnen. Die Kreisbereitschaftsleitung, vertreten durch Markus Ottlik, unterstützte ebenfalls das Einsatzgeschehen.

Margit Pfingst, die den Rettungshundeeinsatz koordinierte, gab gemeinsam mit dem leitenden Polizeibeamten die Einsatzlage bekannt: Vermisst wurde ein 70-Jähriger verwirrter Patient, der von seinem vorabendlichen Spaziergang gegen 19:00 Uhr nicht zurückgekehrt war. Die bisher durchgeführte Suche der Nachbarn sowie der Polizeibeamten blieb erfolglos.

Den fünf Rettungshundeteams wurden die abzusuchenden Waldgebiete zugeteilt.
Nach Funkprobe mit der Einsatzleitung machten sich die RH-Teams auf den Weg in die zugewiesenen Suchgebiete. Vorsorglich wurde zur weiteren Einsatzunterstützung die DRK-Staffeln Aachen und Viersen alarmiert. Nach ca. 15 Minuten Suchzeit meldete der Hundeführer Hans Dieter Vey der Einsatzleitung, dass sein Hund Xento den vermissten Rentner gefunden habe.
Der vermisste Herr lag zwischen Baumstämmen und befand sich augenscheinlich in guter körperlicher Verfassung; er hatte wahrscheinlich die Nacht im Schutz der
Baumstämme verbracht. Staffelmitglieder transportierten den Patienten aus dem
unwegsamen Waldgelände auf den Waldweg und führten die Erstversorgung durch. Die in der Zwischenzeit eingetroffene Ehefrau nahm überglücklich ihren Mann wiederin den Arm und bedankte sich herzlich bei Xento und seinem Hundeführer. Vorsorglich wurde der Patient an den örtlichen Rettungsdienst übergeben.
Bei der Abschlussbesprechung zeigte sich Markus Ottlik, stellv. Kreisbereitschaftsleiter des DRK Köln, sehr zufrieden mit dem schnellen Suchergebnis: „Die Kooperation mit der Polizei vor Ort lief ausgezeichnet. Unsere ehrenamtlichen Kräfte arbeiteten höchst professionell und konzentriert.“ Die Polizei des Kreises Mettmann bedankte sich ebenfalls, auch im Namen des vermissten Herrn, für die gute Arbeit. Um 11:40 Uhr konnten wir abrücken und den Heimweg antreten.

Einsatzbericht im Express
Einsatzbericht Polizei

Impressionen